Nachdem die Theorie nun erläutert ist, hier ein paar reale Charts. Es kann dabei durchaus sein, dass in einem vorgestellten Chart mehr als die markierte(n) Divergenz(en) zu sehen ist. Los geht’s mit zwei Beispiel einer normalen Divergenz:
Normale bullishe Divergenz: Tageschart des EUR/USD
Es ist deutlich zu sehen, dass dieses ein Beispiel für eine normale bullishe Divergenz ist. Während EUR/USD ein neues lower low ausgebildet hat, ist im MACD ein higher low zu sehen. Auch die Grundvoraussetzung für eine normale Divergenz ist erfüllt nämlich ein vorherrschender Trend (wie soll eine Trendumkehr auch in einem Seitwärtsmarkt funktionieren?). Wer diese Divergenze long getradet hat, hat sich unmittelbar in einem mehrwöchigen Aufwärtstrend wiedergefunden.
Normale bearishe Divergenz: Tageschart des Bund Future
Zu sehen ist das inzwischen bekannte Muster: higher high im Preischart, bei gleichzeitigem lower high im Indikator. Der vorangegangene Aufwärtstrend hat zwar nicht so aprupt gedreht wie im ersten Chart, dennoch wäre ein guter Profit herausgesprungen sofern man dieser normalen bearishen Divergenz Rechnung getragen hätte.
Versteckte bullishe Divergenz: Tageschart des S&P500
Kommen wir nun zu den versteckten Divergenzen, welche in der Regel eine Trendfortsetzung anzeigen. Im obigen Chart ist eine versteckte bullishe Divergenz zu sehen, logischerweise in einem Aufwärtstrend. Parallel zu einem higher low im Preischart ist ein lower low im Indikator zu sehen, entsprechend der Definition liegt damit eine versteckte bullishe Divergenz vor, der Aufwärtstrend hatte noch einige Monate bestand.
Versteckte bearishe Divergenz: Tageschart des USD/JPY
Hier ein reales Beispiel für eine versteckte bearishe Divergenz, zu sehen ist der Tageschart des Währungspaares US-Dollar/Japanischer Yen. Innerhalb eines mehrmonatigen Abwärtstrends bildete sich ein lower high im Preischart aus, während im Indikator ein higher high zu sehen ist. Auch hier setzte sich der Trend nach dem Auftreten der Divergenz noch einige Monate fort.




