Divergenzen

Grundsätzlich beschreibt eine Divergenz immer eine unterschiedliche Entwicklung des Charts einer Aktie, eines Index, eines Rohstoffes, einer Währung, einer Anleihe etc. sowie eines Indikators. Prominenteste Beispiele sind der RSI, MACD und der Stochastik Indikator. Divergenzen können sowohl zur Trendbestätigung genutzt werden, fast noch wichtiger ist jedoch ihr Nutzen zur Bestimmung von Trendwenden.

Bei Divergenzen handelt es sich um einen sogenannten Leading-Indikator, es wird also bspw. ein Trendwendesignal geliefert bevor die Trendumkehr tatsächlich stattfindet. Es bedarf zwar ein wenig Übung, nach einer Weile fällt es allerdings nicht mehr schwer Divergenzen zu erkennen. In einem Aufwärtstrend sollte ein Indikator normalerweise ein neues higher high bilden, sobald auch der Basischart ein höheres Hoch ausbildet. Umgekehrt gilt selbiges für einen Abwärtstrend: macht der Basischart ein neues tieferes Tief, so sollte auch der Indikator ein neues lower low ausbilden. Sobald dies nicht der Fall ist spricht man von einer Divergenz, wobei nicht jede Form der Divergenz eine Trendumkehr andeuten muss.

Grundsätzlich unterscheidet man in zwei Arten von Divergenzen, welche in den folgenden Teilen näher erläutert werden:

  1. normale Divergenz
  2. versteckte Divergenz

Wichtig ist jedoch zu beachten, dass Divergenzen alleine nicht der heilige Gral sind. Sie sind ein extrem nützliches Werkzeug bei der Chartanalyse, ihre volle Wirkung entfalten sie jedoch erst in Verbindung mit anderen Hilfsmitteln der technischen Analyse wie z.B. Fibonacci-Retracements, Trendlinien, gleitenden Durchschnitten oder horizontalen Support- und Resistance Linien.

Hier eine Übersicht über die einzelnen Teile der Divergenz-Reihe: