Archive for 'Aktuelles'

Bailout für Zypern – nicht so unerwartet wie gedacht

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Die vermeintliche “Rettung” Zyperns ist inzwischen in trockenen Tüchern und man kann froh sein, dass die Zwangsabgabe für Guthaben bis 100.000€ im letzten Moment gekippt wurde. Andernfall hätten wohl nicht nur die zypriotischen Bankfilialen heute Polizeischutz gebraucht, auch in Ländern wie Griechenland oder Spanien wäre es ein heißer Tanz geworden. Doch zu den Fakten des “Rettungspaketes” will ich hier gar nichts schreiben, die Inhalte wurden in diversen Medien bereits ausreichend erläutert; wenn auch leider in der Regel ohne einen – angebrachten – kritischen Kommentar. Aber sei es drum.

Interessant ist ein von der Research-Abteilung aus dem Hause Goldman Sachs kommender Chart, welcher die Angelegenheit in einem etwas anderen Licht erscheinen lässt, als es in der normalen Berichterstattung den Anschein hat.

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Entusiasmus, Gier oder Übertreibung?

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Der Dow Jones hat gestern ein neues Allzeithoch erreicht, der S&P500 ist nicht mehr weit davon entfernt und auch der Dax hat bereits bei der 8.000 Punkte Marke angeklopft. Angesichts der Tatsache, dass keines! der grundlegenden Probleme (darunter u.a. Schuldenkrise in Europa, Haushaltsstreit in den USA, drohender bzw. bereits begonnener globaler Währungskrieg) auch nur annähernd gelöst ist, erscheint diese Entwicklung einigermaßen ungerechtfertigt.

 

Fast jeder langfristige Trend an den Börse läuft allerdings nach dem gleichen Muster ab. Vor dem Hintergrund der folgenden Grafik möchte ich jedem Leser selbst überlassen zu entscheiden wo wir aktuell stehen…

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Summe der notleidenden Kredite auf Rekordhoch

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Wie der Wirtschaftsprüfungskonzern Ernst & Young in einer vor einigen Tagen veröffentlichten Studie mitteilt, haben europäische Banken aktuell notleidende Kredite im Wert von 918 Milliarden Euro in ihren Büchern, was 7,6% aller Kredite entspricht. E&Y zufolge sind ca. 15,5 Prozent aller Kredite in Spanien und etwa 10,2 Prozent aller Kredite in Italien notleidend, was merklich über den offiziellen Zahlen liegt.
Hält man sich diese Zahlen vor Augen wird klar, dass eine Rekapitalisierung von Banken durch den ESM, wie zuletzt angedacht wurde, ambitioniert ist – um es vorsichtig auszudrücken. Wesentlich aussichtsloser wird die Situation unter Berücksichtung der Forderung einiger Staaten, dass auch Gelder für bereits untersützte Banken quasi nachträglich aus dem ESM fließen sollen.
Insgesamt wurden in der Eurozone bereits 300 Milliarden Euro aufgewendet, um Banken zu unterstützen. Sollte sich die Forderung, auch bereits geleistete Hilfszahlungen nachträglich aus dem ESM nachfinanzieren zu können durchsetzen, dürfte das – aktuelle! – Limit des ESM bereits bald erreicht sein.

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Interview mit Felix Zulauf – äußerst lesenswert!

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Im Handelsblatt ist gestern ein Interview mit dem ehemaligen Fondsmanger Felix Zulauf erschienen. Ich kann diesen Artikel nur wärmstes empfehlen, es finden sich diverse gute Gedankengänge und Anregungen darin – keinerlei Übertreibung oder Panikmache, sondern vielmehr ein deutlich realistischerer Blick auf die aktuelle Situation als von den meisten Medien geboten wird. Hier ein paar Zitate und der Link zum Artikel:

Zulauf ist der Ansicht, dass es dieses Jahr zu einer größeren Korrektur kommen wird. Auf die Frage wann denn damit zu rechnen sei antwortete er:

“Das weiß ich nicht. Ich schätze, dass der Optimismus zunächst noch anhalten wird. Möglicherweise sehen wir sogar noch eine Art von Kaufpanik, die die Indizes auf neue Höchststände treibt. Aber spätestens ab dem zweiten Quartal wird es meiner Ansicht nach problematischer.”

Zu möglichen Gründen für den Einbruch gefragt:

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GETCO: der Niedergang eines HFT-Giganten

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High Frequency Trading (HFT) ist inzwischen der mit Abstand größte Umsatzbringer an den Börsen: über die Hälfte des gehandelten Volumens an den meisten großen Börsen (u.a. Frankfurt und NYSE) geht inzwischen auf HFT zurück, wobei in der gesamten Branche seit gut einem Jahr ein Abwärtstrend zu erkennen ist. Symbolisch dafür steht GETCO, eine der ehemals größten und mächtigsten High-Frequency Firmen, welche nurmehr ein Schatte ihrerselbst ist, vergleichen mit den Glanzzeiten von 2008. Damals lag der Umsatz aus dem Trading deutlich im Milliarden Dollar Bereich, inzwischen ist es nicht einmal mehr die Hälfte. Noch schlimmer sieht es bei den Gewinnen aus, diese sind von USD430 Millionen auf schätzungsweise 32 Millionen in 2012 eingebrochen. Es scheint ein umfassender Verdrängungswettbewerb gestartet zu haben, welchen nur die stärksten Firmen überleben dürften…

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Die Krise ist vorbei!

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Das zumindest könnte man meinen, wenn man durch die Zeitungen blättert, sich die Nachrichten im Fernsehen anschaut, oder einfach nur einen Blick auf den “nackten” Dax Chart wirft (oder ein beliebiger anderer Aktienindex). Vielmehr scheint der Optimismus in den Medien immer weiter anzusteigen, von negativen Meldungen ist fast nichts mehr zu hören, oder sie werden nur mal kurz angetickt.

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Apple: jetzt wird es bedrohlich für die Aktie

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Ich habe nicht genug Zeit für ausschweifende Erklärungstexte, die beiden folgenden Charts sprechen allerdings für sich. Jetzt ist Vorsicht geboten, spätestens unter $455 haben die Bullen ein Problem.

Hier der Wochenchart:

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Bundesbank will Teile ihrer Goldreserven zurück nach Deutschland holen

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Gestern wurde bekannt, dass die Deutsche Bundesbank einen Großteil ihrer Goldreserven zurück nach Frankfurt/Main holen möchte. Mit 3.396 Tonnen hält Deutschland die weltweit zweitgrößten Goldreserven, nach den USA mit gut 8.100 Tonnen. Der deutsche Goldschatz ist somit aktuell etwas über 151 Milliarden Euro wert, wobei er sich auf folgende Lagerorte verteilt:

> US-Notenbank FED, New York City: 1536 Tonnen (45 Prozent)

> Bank of England, London: 450 Tonnen (13 Prozent)

> Baque de France, Paris: 374 Tonnen (11 Prozent)

> Die restlichen 1036 Tonnen (31 Prozent) lagern in den Bundesbank-eigenen Tresoren in Deutschland

Bereits im vergangenen Herbst wurde die Diskussion um die deutschen Goldreserven im Ausland eröffnet, da die Bundesbank zum ersten Mal detaillierte Zahlen über Umfang und Lagerorte veröffentlicht hatte. Der Bundesrechnungshof empfahl darauf hin

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Margin Debt: das Salz in der Suppe

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Grundsätzlich sind kleinere Sell-Offs an den Aktienmärkten eine gesunde Sache, sie “reinigen” den Markt in überkauften Phasen und schütteln einige sehr vorsichtige Anleger aus dem Markt. Der gestrige Handelstag, an welchem die Investoren die Wiederwahl Obamas mit den größten Tagesverlusten seit ca. einem Jahr “gefeiert” haben, zählt primär aus zwei Gründen nicht in diese Kategorie:
1. Es brennt aus charttechnischer Sicht quasi an allen Ecken und Enden, dazu finden sich hier diverse Charts. Die bearishe Prognose dieser Analyse hat sich …

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Sind Aktien momentan wirklich günstig bewertet?

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Immer mal wieder wird momentan zum Kauf von Aktien geraten, da diese historisch gesehen angeblich günstig bewertet seien. Dabei wird fast immer auf das P/E-Ratio (Price/Earnings Ratio) verwiesen, was nichts weiter als das KGV, also das Kurs-Gewinn Verhältnis ist. Grundsätzlich kann man sagen, dass Aktien mit einem niedrigen KGV günstig bewertet sind, Aktien mit einem hohen KGV dementsprechend teuer sind. Das Kurs-Gewinn Verhältnis gibt an, wie lange es dauert bis ein Unternehmen den Wert seiner Aktien als Gewinn erwirtschaftet hätte. …

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